Anders arbeiten – jetzt und sofort

Die GPL-Gesellschaft wird konkret

modifizierte Fassung vom 23.02.2014

Freie GesellschaftIm Jahre 1999 hatte sich eine frei kooperierende Arbeitsgruppe bestehend aus überwiegend Informatikern und Menschen aus dem politischen Umfeld der Selbstorganisation gegründet, um sich mit dem Phänomen Freier Software in Verbindung mit einer ganz anderen Art von Arbeit(smotivation) / Arbeitskultur und einem daraus womöglich resultierenden neuen Wirtschaftssystem auseinanderzusetzen. Die Gruppe Oekonux (Ökonomie und Linux) war geboren. Es ging um Linux, einem Betriebssystem, das durchaus in Konkurrenz zum Microsoft Betriebssystem Windows treten konnte und um die Produktions- und Verbreitungsprozesse Freier Software schlechthin. Das Interessante daran: Linux wurde unter völlig anderen, bis dahin nicht für möglich gehaltenen Bedingungen entwickelt und zur Marktreife gebracht. Dazu ist ein kleiner Rückblick in die Entstehungsgeschichte der Freien Software notwendig. Sie begann mehr oder weniger mit Richard Stallman. Stallman, der in den 70ziger Jahren im Al Lab, einer Abteilung für Künstliche Intelligenz am MIT in Massachusetts gearbeitet hat, stieß eines Tages auf das Problem, dass er plötzlich nicht mehr an den Quellcode eines Druckers herankam, um ihn zu modifizieren. Der Quellcode war plötzlich geschützt und die Herstellerfirma war für eine Freigabe nicht bereit. Stallman war entsetzt und die Idee von einem freien Betriebssystem entstand. 1984 gründete Stallmann das GNU-Projekt mit dem Ziel, ein unixähnliches Betriebssystem mit freiem Quellcode zu entwickeln. Stallman wollte sicherstellen, dass folgende vier Freiheiten gewährleistet sind:

  1. Die Freiheit, das Programm für jeden Zweck auszuführen (Freiheit 0).
  2. Die Freiheit, die Funktionsweise des Programms zu untersuchen und eigenen Bedürfnissen der Datenverarbeitung anzupassen (Freiheit 1). Der Zugang zum Quellcode ist dafür Voraussetzung.
  3. Die Freiheit, das Programm weiterzuverbreiten und damit seinen Mitmenschen zu helfen (Freiheit 2).
  4. Die Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen der Öffentlichkeit freizugeben, damit die gesamte Gemeinschaft davon profitiert (Freiheit 3). Der Zugang zum Quellcode ist dafür Voraussetzung.

Quelle: http://www.gnu.org/philosophy/free-sw.de.html

Stallman ist heute der wichtigste Autor von Lizenzen für Freie Software. Hierbei ist die GNU General Public License (GPL)  eine der weit verbreitesten Lizenzen. Obwohl bereits Anfang der 90er Jahre eine Menge freier Software unter der GPL-Lizenz geschrieben worden war, fehlte noch immer der Kernel (der Betriebssystemkern). Den lieferte der Finne Linus Thorwalds, der unabhängig vom GNU-Projekt einen Kernel entwickelt hatte. 1991 unterstellte er diesen der GNU GPL. Linux und die GNU-Komponenten wurden zum GNU/Linux-System zusammengefasst und der Internetgemeinde zur Weiterverarbeitung überlassen. Und nun passierte das, was zuvor niemand für möglich gehalten hätte: Die Schwarmintelligenz der Netzgemeinde entwickelte und verfeinerte Linux bis zu einem marktreifen Betriebs- und damit Konkurrenzsystem zum kommerziellen Microsoft-Riesen. Der größte Teil der Arbeit an Linux wird und wurde durch freiwillige Mitarbeiter auf der ganzen Welt, der Linux-Community, erledigt. Der us-amerikanische Autor und Software-Entwickler Eric S. Raymond brachte sein Erstaunen über die basarartige Entwicklung eines komplizierten Betriebssystems in seinem 1997 erschienenen Essay „Die Kathedrale und der Basar“ zum Ausdruck. Bislang hatte er – und die meisten Programmierer – geglaubt, dass ein Betriebssystem wie eine Kathedrale gebaut werden müsse – „sorgsam gemeißelt von einzelnen Druiden oder kleinen Teams von Hohepriestern, die in totaler Abgeschiedenheit wirkten und keine unfertigen Beta-Freigaben veröffentlichen dürften….. Die Tatsache, dass der Basar zu funktionieren schien, und zwar sehr gut zu funktionieren schien, war ein ausgesprochener Schock. Während ich lernte, mich in dieser neuen Umgebung zurechtzufinden, arbeitete ich nicht nur angestrengt an eigenen Projekten, sondern versuchte auch zu verstehen, warum die Linux-Welt sich nicht nur nicht einfach in völliger Konfusion auflöste, sondern an Durchschlagskraft immer weiter zulegte und eine Produktivität ausbildete, die für die Erbauer einer Software-Kathedrale kaum vorstellbar gewesen ist.“

Quelle: „Die Kathedrale und der Basar“ 

Was heißt das nun für eine andere Form des Arbeitens aus der eine andere Arbeitsgesellschaft und ein neues Wirtschaftssystem hervorgehen können?

  1. Linux ist frei entstanden. Es ist entstanden, weil Menschen ein Produkt benötigten, über das sie selbst bestimmen, dass sie selbst anfertigen und selbst nutzen können. Es ist in Reichtum (Vorhandensein menschlicher Kreativität, Intelligenz, Potenzial, intrinsischer Motivation) und nicht im Mangel entstanden.
  1. Für die Produktion von Linux brauchte es keinen Umweg über eine Firma, die zuerst ein Produkt entwickelt und dann durch geschicktes Marketing dafür sorgt, dass die Menschen Bedürfnisse entwickeln, um das Produkt auch zu kaufen. Linux ist über einen Knopfdruck per Download kostenlos zu erhalten. Und wer sich ein bisschen mit Computertechnik befasst, kann es sich selbst installieren, nutzen und an seine Bedürfnisse anpassen.
  1. Linux ist aus intrinsischer Motivation heraus entstanden. Das heißt: Menschen warteten nicht erst darauf, dass sie ein Gehalt, einen festen Job und einen Auftrag erhielten, sondern sie fingen einfach an ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Ihre Motivation bestand aus folgenden Kriterien:
  • Ein Produkt zu schaffen, das sie benutzen und mit Anderen teilen können, die ebenfalls das Bedürfnis nach einer guten Software haben.
  • Die eigene Kreativität, das eigene Können, das eigene Potenzial frei zu entfalten.
  • Sich mit anderen Austauschen und Weiterentwickeln.
  • Sich selbst in der Produktivität und durch die Anerkennung von Anderen zu wertschätzen / wertgeschätzt zu werden.
  • Ein inneres Flow – /Hochgefühl zu erleben, das an das Gefühl  des Verliebtseins erinnert, nur dass es an die eigene Schaffenskraft gebunden ist und unabhängig von einer zweiten Person immer wieder neu aktiviert werden kann.
  1. Linux ist in Selbstorganisation ohne eine Autorität, die vorgibt, was zu tun ist, entstanden. Während des Prozesses hat sich eine Projektkultur entwickelt, in der die Mitglieder einen Maintainer als Projektleiter anerkennen. Anders als in der Privatwirtschaft, wird dieser den Mitarbeitern nicht von die Nase gesetzt, sondern von der Community bestimmt. Maintainer  sind vor allem Moderatoren. Neben guten Fachkenntnissen müssen sie über sehr gute kommunikative Fähigkeiten verfügen. Die Genialität liegt nicht beim Maintainer, sondern im Projekt selbst. Ein Maintainer gewinnt Autorität, wenn die getroffenen Entscheidungen vom Projekt mehrheitlich nachvollzogen werden. Maintainer erkennen gute Ideen und verstehen es,  die Verschiedenheit der Perspektiven der Projektmitglieder als Kraft für das Projekt zu nutzen. Maintainer entwickeln nicht das Projekt, sondern lassen das Projekt sich entwickeln und lassen die Projektmitglieder sich entfalten. (Stefan Meretz: „Linux & Co. Freie Software – Ideen für eine andere Gesellschaft“ )
  1. Das zentrale Antriebselement in freien Softwareprojekten generell ist das „Gemeinsame Eigeninteresse“. In freien Projekten, in denen sich Einzelne in einer Kooperation zusammenschließen, steht das eigene Interesse nicht im Widerspruch zu den Interessen anderer. Diese Form der eigenen Entfaltung in einer kooperativen Form bezeichnet Meretz als Selbstentfaltung. Selbstentfaltung im Gegensatz zur Selbstverwirklichung bezieht immer die Anderen mit ein – wird also gesteuert von intrinsischer Motivation bezogen aber auf Nützlichkeit und Wert für Andere. Somit gibt es einen wert- und sinnvollen Austausch zwischen Eigeninteresse und gesellschaftlichen Nutzen.

Unser derzeitiges Gesellschaftssystem baut auf Tausch, Gelderwerb (in den meisten Fällen als Existenzsicherung) als Anreiz- und Motivationssystem, Belohnung/Bestrafung und auf Ausgrenzung, wenn Menschen längere Zeit erwerbsarbeitslos sind und keine Möglichkeit zum „Mitspielen“ mehr finden. Wie wäre es nun aber, würde man sich die Erkenntnisse aus der freien Softwareproduktion zu Nutze machen, anstelle einem Jobangebot nach dem anderen hinterher zu jagen und frustriert eine Absage nach der anderen einzustecken? Die meisten Menschen in dieser Gesellschaft definieren sich (noch) über bezahlte Jobarbeit. Fällt diese weg, fallen sie zumeist in so eine Art Wartemodus. Sie versuchen sich Stunde über Stunde über den Tag zu retten – sie gehen spazieren, bummeln, treffen Freunde, beginnen ihr Leben als Problem zu sehen und allmählich werden sie schwermütig und depressiv.

Warum nicht einfach beginnen und selbst das Leben und Arbeiten in die Hand nehmen? Im Vergleich zu 1999 – als die Gruppe Oekonux entstand – gibt es heute vielfältige Möglichkeiten diese Form des anderen Arbeitens und des sinnvollen Produzierens umzusetzen – für sich selbst oder in einer Gruppe von Gleichgesinnten. Wir haben heute – im Jahre 2014 – aufgrund der technischen und ideellen Weiterentwicklung vieler kleiner Keimzellen des Utopischen und der Selbstorganisation– mehr Möglichkeiten eigene Produkte auch im Hardware-Bereich zu fertigen, als das noch 1999 oder 2004 möglich gewesen wäre. Bei einer ständig wachsenden Sockelarbeitslosigkeit und in einer Zeit, in der Jugendliche kaum noch einen Ausbildungsplatz finden und gut ausgebildete Hochschulabsolventen sich oft jahrelang von Praktikum zu Praktikum, von einem befristeten Job zum nächsten hangeln, wird es Zeit. das Arbeiten, Leben und Produzieren selbst in die Hand zu nehmen.

  • Waren selbst produzieren: CAD und 3-D-Druck für den Hausgebrauch

Mit Hilfe von Technik wird Selbermachen – ohne den Umweg über kommerzielle Produzenten – immer mehr möglich. Mertens beschreibt in seinem Text aus dem Jahre 2002 GPL-Gesellschaft  – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“ die Idee von Bürgerparks, in denen frei zugängliche Fabber (Industrieroboter) stehen, die von Communitys genutzt werden können. So schreibt er: „In einem weiteren Schritt könnten ähnlich PCs die heute schon verfügbaren Fabber zu einem Massenphänomen werden. Als Universal-Materialisatoren könnten sie von Personengruppen angeschafft werden, die mit ihrer Hilfe Freie Entwürfe materialisieren. Es wäre naheliegend, solche Freien Fabber-Gruppen regional zu organisieren.“  Auch wenn man 2002 schon mit CAD-Systemen gearbeitet hat, so steckte die Entwicklung von 3-D-Druckern noch in den Kinderschuhen und war patentbehaftet. Im Jahre 2014 und in naher Zukunft werden 3-D-Drucker für den Hausgebrauch den Markt überschwemmen. In der Industrie wird die 3-Drucktechnik bereits im Autobau, der Medizintechnik, im Architekturbereich und in der Turbinentechnik eingesetzt. Wer selbst mit  3-Druck-Technik experimentieren und ein eigenes Produkt herstellen möchte, kann dies in Offenen Werkstätten tun. Im HEI  in München kann CNC-Technik für kleines Geld genutzt werden. Hier können Konsumenten zu Produzenten werden. Über das HEI ist es den beiden Gründern Christian Meyer und Thomas Brenneis gelungen ein eigenes 3-D-Rig für 3-D-Filme in engen Räumen zu entwickeln und schließlich zur Marktreife zu bringen. Mittlerweile haben sie eine eigene Firma. (Quelle: ENORM – Wirtschaft für den Menschen, 06 Dez./Jan.2013/2014.) Auch im  FabLab Berlin kann man den Umgang mit 3D-Drucker, Lasercutter, CNC Fräse, Software und Elektronik erlernen und nutzen. Mit 3-D-Drucktechnik wird es möglich Ersatzteile für Haushaltsgeräte, Maschinen- und Autoteile, ja sogar Kleidung und Schokolade herzustellen. Selbst Experimente ganze Häuser per 3-D-Druck-Technik herzustellen, sind schon im Gange. Von der Industrie wird die Produktion langsam aus den Billiglohn-Ländern zurück in die westlichen Industrienationen verlagert. Aber vor allem – und das ist das Entscheidende – werden Konsumenten selbst zu Produzenten und können den Umweg über eine Produktionsfirma umgehen. Damit wird ein weiteres Stück Unabhängigkeit erreicht.

Wer mehr über 3-D-Druck-Technik wissen will, dem seien diese Quellen empfohlen:

 Wie 3D-Druck unsere Welt verändert

Zum Lesen:

http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/172499/index.html

Zum Gucken: http://www.youtube.com/watch?v=iSWdNmvkOIY

Arte: 3D-Drucker – Die neue industrielle Revolution

http://www.youtube.com/watch?v=dK7rPwXpdRg

Fabbster – Der 3-D-Drucker für den Hausgebrauch

http://www.fabbster.de/index.php

  • Selbstversorgung durch Bio-Kooperationen, solidarische Landwirtschaft, Urban Gardining

Will man sich nicht weiter mit schlechten Billigprodukten aus den Supermarktketten zufrieden geben, kann sich aber andererseits auch keine teuren Bioprodukte leisten, kann man sich mit anderen zu Bio-Kooperationen zusammenschließen oder selbst sein Gemüse anbauen. Ein weiterer Schritt um sich aus dem Geld-Waren-Kreislauf zu befreien und die Lebenshaltungskosten zu beschränken. Umso mehr man selber machen kann, desto weniger muss man seine Haut für unbefriedigende Jobs in einem schlechten Arbeitsklima zu Markte tragen. Die Zeit kann man besser für die Dinge nutzen, die man wirklich gern tut, die man kann und die man mit Anderen nutz- und sinnvoll herstellen kann.

Urban Gardening: http://stadtmachtsatt.anja-fiedler.de/urban-gardening/

Urbane Gemeinschaftsgärten: http://www.anstiftung-ertomis.de/urbane-gaerten

Solidarische Landwirtschaft http://www.solidarische-landwirtschaft.org/angebot  

Bio-Kooperationen in Berlin:  http://samanacoop.de/  http://www.speisegut.com/ 

Einen Acker mieten: http://www.ackerhelden.de/

Wer einfach eine Weile auf einem Bio-Bauernhof helfen möchte, kann zum Beispiel WWoofen. Neben dem befriedigenden Gefühl eine Weile auf dem Land zu leben und für die eigene Nahrung selbst zu sorgen, kann man neue Leute, neue Umgebungen, neue Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten kennenlernen, sich vernetzen und Ideen für eigene Projekte entwickeln.

  • Tauschen statt kaufen

Tauschbörsen sind schon seit längerem bekannt. Sie funktionieren mehr oder weniger gut. Tauschbörsen sind eine gute Möglichkeit im Kleinen zu üben, wie ein Leben ohne Geld aussehen könnte. Denn auch Fachkräfte von heute, werden womöglich morgen nicht mehr in großem Stil auf dem Mainstream-Arbeitsmarkt benötigt. Hat man wenig Geld, kann man hier seine eigenen Fähigkeiten einbringen und dringend benötigte von Anderen erhalten. Und sie sind ein sozialer Marktplatz. Es gibt aber auch die Möglichkeit seine nicht mehr benötigen Sachen – Kleidung, Bücher, Gerätschaften – zu tauschen oder fair zu handeln.

Tausch- und Handelsbörsen im Internet:

Tauschbörse:  https://www.dietauschboerse.de/

Utopia: http://www.utopia.de/ratgeber/die-wichtigsten-tauschboersen-im-internet-online-tauschboersen-gebrauchte-artikel-tauschen

Fairnopoly: https://www.fairnopoly.de/

Oder wie wärs, wenn man seine Lieblingsklamotten einfach reparieren oder völlig umgestalten lässt? Lisad machts möglich.

  • Gemeinsam wohnen und arbeiten: Spaß, Unterstützung und preiswerter leben

Auch gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitsprojekte sind immer mehr im Kommen. Sie schützen auf der einen Seite vor Einsamkeit in einer Welt, die nur noch am Profit orientiert und auf Schnelllebigkeit gepolt zu sein scheint. Sie bieten auf der anderen Seite gegenseitige Unterstützung, Gemeinschaftsgefühl und die Möglichkeit aus dem Mainstream-Arbeits- und Wirtschaftskreislauf ein Stück weit oder ganz auszusteigen. Auf zwei Internetportalen kann man berlin- und bundesweit nach bereits existierenden oder sich in Gründung befindlichen Projekten Ausschau halten.

Wohnportal: http://www.wohnportal-berlin.de/

Wohnprojekte-Portal:  http://www.wohnprojekte-portal.de/startseite.html

Wer auf der Suche nach Gemeinschaften ist, wird auch hier fündig:

http://www.naturkost.de/kleinanzeigen/showads.php?catid=11

http://www.naturkost.de/kleinanzeigen/showads.php?catid=9

  • Alternative Kredite für soziale Projektideen

Ob Biobranche, Landwirtschaft, Wohnprojekte, Kultur oder Sozialprojekte die GLS-Bank  unterstützt  nachhaltig angelegte und gut durchdachte Konzepte aus der Alternativ-Wirtschaft. Auch Mikrokredite für Klein- und Kleinst-Unternehmen sind bei der GLS-Bank erhältlich. Nach einem ähnlichen Geschäftsmodell wie die GLS-Bank arbeiten die:

Tridos-Bank: http://www.triodos.de

Umwelt-Bank: http://www.umweltbank.de

Ethik-Bank: http://www.ethikbank.de/

Besonders interessant das Crowdfounding. Wenn Sie als EinzelunternehmerIn oder Projekt eine gute Idee haben, können Sie dieses der Netzgemeinde vorstellen. Am besten eignet sich eine Kurzbeschreibung per Videoclip, in dem Sie Ihre Projektidee vorstellen. Durch Crowdfounding konnten schon einige Projekte und Geschäftsideen verwirklicht werden, die von Banken nicht unterstützt worden wären.

Dies waren ein paar Beispiele, wie man schon heute anfangen kann, anders zu arbeiten, zu wirtschaften und zu leben. Ob sich diese Gesellschaftsform nun GPL-Gesellschaft, Zivilkapitalismus, Gemeinwohl-Ökonomie oder Bürgergesellschaft nennt: Allen gemeinsam ist, dass Menschen aus dem zerstörerischen, menschenverachtenden kapitalistischen Profit-Kreislauf aussteigen und beginnen, eine andere Form des Wirtschaftens und Arbeitens zu etablieren.

 

Last updated by at .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.